10 Juli 2011 - 19:30

Eine nicht explodierte chemische Bombe aus dem auferlegten 8-jährigen Krieg des Iraks gegen Iran ist in der westiranischen Provinz Kurdistan entdeckt worden.

  Ein Bauarbeiter hatte die 100 Kilo schwere Bombe in einer Tiefe von 2 Metern zufällig entdeckt. Spezialisten des iranischen Pasdaran-Heeres haben den Blindgänger entschärft und in den Militärstützpunkt Hamze Seyyedoschohada gebracht. Der Diktator des ehemaligen irakischen Baath-Regimes, Saddam Hussein, hatte Sardascht am 28. Juni 1987 mit C-Waffen bombardiert. Es kamen jeweils vier 250 Kilo schwere Bomben zum Einsatz, die unter anderem Senf-Gas verbreiteten und dicht besiedelte Gebiete trafen. Sardascht war nach Hiroschima und Nagasaki die dritte Stadt weltweit mit der größten Einwohnerzahl, die mit Massenvernichtungswaffen angegriffen wurde. Mehr als hundert Zivilisten wurden bei den Angriffen getötet und hundert weitere verletzt.